Freunde Oberhöchstadts e.V.
Was bisher geschah...

Restaurierung des Ehrenmals

Pflegetechnisch war das Ehrenmal am Oberhöchstädter Kirchberg in den letzten Jahren ins Hintertreffen geraden. Bei einer ersten Grundreinigung zeigte sich, dass die Inschriften dringend überarbeitet werden müssen. Klar war, dass eine Überarbeitung der Inschriften durch eine Fachfirma, die finanziellen Möglichkeiten von Heckstadt e. V. überschreiten würden. Auf Anregung des damaligen Ersten Stadtrats J. Odszuck setzte sich Vorstandsmitglied Klaus Flach mit der Firma B. + G. Uhlemann in Kronberg zusammen. Sie erklärte sich spontan bereit, die Vereinsmitglieder kostenlos in die Technik des Inschriftenausmalens einzuführen.
Schnell entstand ein Team, bestehend aus Heinrich Eberhardt, Lieselotte Schäfer, Gertrude Schneider, Dieter Urban und ihm.
Nach einer Einführung in die Arbeitstechnik durch Herrn Uhlemann am 9. Juni 2011, nahm das Team die Arbeit mit großem Elan und Geschick in Angriff. Nachdem zunächst an den weniger verwitterten Seiten die Inschriften erneuert wurden, hatten die Mitglieder genügend Erfahrung gesammelt um auch die letzte Seite in Angriff zu nehmen. Dort waren die Inschriften kaum noch zu erkennen. Nur mit Taschenlampen konnten die Konturen sichtbar gemacht werden. Die Arbeit gestaltete sich deshalb extrem zeitintensiv.

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Sanierung und Restaurierung von Grabsteinen 

Am 9. August 2018 jährte sich zum 50. mal der Todestag von Pfarrer Hermann-Josef Müller, der ohne Zweifel die katholische Gemeinde in Oberhöchstadt nachhaltig geprägt hat. Er war vom 20. April 1955 bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 1968 Seelsorger in St. Vitus. 

In Anerkennung seiner Leistungen wurde er auf dem Oberhöchstädter Friedhof beigesetzt. Der Fußweg “Pfarrer-Müller-Weg” - ehemals Dammsteg- erinnert ebenfalls an das segensreiche Wirken von Pfarrer Hermann-Josef Müller.

Pfarrer Müller wurde am 20. April 1912 in Reckental im Unterwesterwald geboren, besuchte dort die Grundschule und kam dann an das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Montabaur, wo er 1932 das Abitur machte. Er studierte anschließend an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt. Bischof Dr. Antonius Hilfrich weihte ihn am 
08. Dezember 1937 im Limburger Georgsdom zum Priester.

Oberhöchstadt war seine siebte Wirkungsstätte. Seine Amtszeit als Pfarrer von St. Vitus fiel in eine Ära des Umbruchs in Kirche, Staat und dörflichem Leben, zum Beispiel wuchs durch rege Bautätigkeit in diesen Jahren die Einwohnerzahl des Ortes rasant. Diesem Umstand trugen der Erweiterungsbau der Kirche St. Vitus und der Neubau des Pfarr- und Gemeindehauses Rechnung, die 1962 eingeweiht wurden. Außerdem galt es, seine Gemeinde nach dem 2. Vatikanischen Konzil 1962-1965 mit der neuen Liturgie vertraut zu machen. Pfarrer Müller ging dabei mit viel Fingerspitzengefühl vor, sodass es zu keinerlei Unruhe in der Gemeinde kam, die Änderungen wurden im Gegenteil mit Freude und Dankbarkeit angenommen. Er war ein überaus beliebter und geachteter Geistlicher, der es mit seiner leutseligen und humorvollen Art verstand, seine Gemeinde zu führen und zu motivieren. Schon damals war ihm auch die ökumenische Zusammenarbeit ein Anliegen.

Nach 50 Jahren war nun die Ruhezeit abgelaufen. Einigen ehrenamtlichen Mitgliedern des Ortsausschusses und dem Ortsteam Verwaltung von St. Vitus war bekannt, dass Heckstadt bereits in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit der Stadt Kronberg wichtige Grabsteine vor der Zerstörung gerettet hatte. Deshalb fragte die Gemeinde an, ob sich der Verein auch beim Erhalt dieses Grabsteins engagieren würde und Heckstadt stimmte umgehend zu. Die Gremien der katholischen Gemeinde übernahmen es, ein Konzept zu entwickeln und stimmten dieses mit der Stadt Kronberg ab. Der Verein übernahm die Finanzierung der Arbeiten, die durch Spenden und die Stadt zusätzlich unterstützt wurden.

Nun befindet sich der Grabstein an seinem neuen Platz an der Mauer des Oberhöchstädter Friedhofs. Zwischen anderen zu erhaltenen Grabsteinen. Dort wird er langfristig bleiben und damit gibt es weiterhin einen Ort, der an Pfarrer Müller erinnert und an dem seiner gedacht werden kann.

Heckstadt Freunde Oberhöchstadts e.V. bedankt sich bei St. Vitus für die immer konstruktive Zusammenarbeit in einem nicht einfachen Projekt. Hervorzuheben ist zudem die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma W. Steffens und Sohn in Königstein-Mammolshain, welche die ausführenden Arbeiten zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt hat.

 

 

 

 

 

Im Jahr 2008 stand der Erhalt der alten Grabsteine in der Nähe der Trauerhalle im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten.

Nachdem die Steine von Mitgliedern des Vereins, allen voran Herr Heinrich Eberhardt, gereinigt und die Schriften aufgefrischt wurden entfernte die Stadt Kronberg im Taunus die alten Grabumrandungen und begradigte die Flächen. Anschließend sanierte die Firma B.+G. Uhlemann aus Kronberg die Grabsteine so, dass ihr Erhalt gesichert ist. Die Gesamtkosten von rund 10.000,- € für das Gesamtprojekt übernimmt der Verein. Der Verein ist der Firma Uhlemann sehr dankbar, dass sie das schwierige Projekt übernommen hat. Die Sanierung des alten Sandsteins bedarf großer fachlicher Kompetenz. Der Vorstand freut sich darüber, dass die Firma Uhlemann zudem einen Teil der Leistungen als Sachspende erbringen wird.

Möglich wird das Projekt, vor allem, weil es der Wille des in diesem Jahr verstorbenen Kronberger Ehrenbürgers Prof. Dr. Herbert Alsheimer war, anstatt Blumen zum Zeichen der Trauer für den Erhalt der Grabsteine zu spenden. Wir sind deshalb unserem hoch geschätzten Gründungsmitglied sehr dankbar. Über den Tod hinaus für Oberhöchstadt zu sorgen, entspricht seinem Charakter. Ohne diese letzte Geste wäre die Finanzierung des Projekts nicht möglich.

Dankbar ist der Verein auch dem ehemaligen Stadtrat Heinfried Schneider. Er setzte seine guten Beziehungen zum Magistrat und der Verwaltung ein, um das Projekt voranzubringen. Im Zusammenhang mit dem Erhalt der Grabsteine und der Einebnung der Gräber waren eine Vielzahl von Fragen zu klären, um die er sich kümmerte. „Heinfried Schneider hat das Projekt an uns herangetragen und leistet als Projektkoordinator wertvolle Arbeit, die unseren ganzen Respekt verdient. Er setzt sich mit viel Engagement für den Erhalt der Grabsteine ein“, ist sich der gesamte Vorstand sicher.

Die Grabsteine sind ein Teil der Oberhöchstädter Geschichte, deren Bewahrung ein Ziel unseres Vereins ist. Nur durch das Engagement der Vereinsmitglieder und der Bürger, die unsere Ziele unterstützen, kann das Projekt realisiert werden, das über die Jahre fortgesetzt werden soll.

 

 Sanierung des
Porto- Recanati-Platzes

 

Nach 18 Monaten Planungsphase der beiden Vereine Heckstadt Freunde Oberhöchstadts e.V. und der Partnerschaftsverein Kronberg Porto-Recanati e.V. konnte das Projekt „Umgestaltung des Porto Recanati-Platzes“ umgesetzt werden.

Die Planungen waren sehr aufwändig, da die Ehrenamtlichen zunächst eine Menge an Informationen zusammentragen mussten. Es gab keine Pläne zu den sichtbaren und unsichtbaren Begebenheiten am Porto Recanati-Platz.

Zuerst galt es Spenden für das Projekt zu sammeln und die Freiwillige Feuerwehr Oberhöchstadt unterstützte das Vorhaben indem sie klärte, wo genau sich das „Löschbecken“ unter dem Porto Recanati-Platz befand. Ohne die Arbeit der Feuerwehr stände hinter den Umbauarbeiten immer ein großes Fragezeichen, denn keiner hätte gewusst, ob das Becken durch die Arbeiten beschädigt würde oder ob die Arbeiten überhaupt in der geplanten Weise durchführbar gewesen wären, schließlich sollte der Partnerschaftsbrunnen versetzt werden. Nicht unerheblich wurde das Projekt durch andere Vereine finanziell unterstützt. Die „Freunde der Waldsiedlung“, die „Jagdgenossenschaft Kronberg“ und die „SKG Oberhöchstadt“ spendeten damit zusätzlich ein neues Karussell errichtet werden konnte. Das alte musste aufgrund von sicherheitstechnischen Bedenken kurzfristig und unerwartet abgebaut werden.

Viel praktische und fachkundige Unterstützung erhielt man von den ausführenden Firmen, der Baufirma Gebrüder Hofmann GmbH, der Gartenbaufirma Klaus Hohmann GmbH, der Elektroanlagen GmbH Borsch, Matthias Müller und Benedikt Kümmel und dem Architekten Dr. Jens Schwab, der sehr viel Zeit in die Planung der Umgestaltung investiert hatte.

Es galt neue Stromanschlüsse zu verlegen, das Gelände mit Sitzblöcken abzufangen und den Partnerschaftsbrunnen zu verlegen, um eine größere ebene Fläche zu schaffen, die multifunktional genutzt werden konnte. 8 Wochen dauerte es bis die Arbeiten abgeschlossen waren. Rund 47.000 EUR sammelte der Verein dafür an Spenden.

Zwei Jahre nach der Sanierung nahm man die Anregung von Mitgliedern auf die Treppe zum Platz zu beleuchten. Gerade in den Wintermonaten, aber auch im Sommer, wenn der Platz später am Abend genutzt wurde, brauchten insbesondere ältere Nutzer mehr Licht, um die Treppe nutzen zu können.

 

 

 

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Neue Bänke mit Widmung

 

Nach langer Vorarbeit konnte ein „Herzensprojekt“ von Heckstadt Freunde Oberhöchstadts noch kurz vor Weihnachten 2020 abgeschlossen werden: die Stiftung einer Bank zur Erinnerung an alle, die sich ehrenamtlich zum Wohl der Gemeinschaft einsetzen.

 Uns ist es wichtig, die Arbeit und Leistung der ehrenamtlich Tätigen hervorzuheben und dafür zu danken. Wir wünschen uns, dass alle darüber nachdenken, welche Relevanz für das Gemeinwesen und damit für die Lebensqualität des Einzelnen auf dem Engagement derjenigen basiert, die Aufgaben für die Allgemeinheit aus dem Herzen heraus und ohne Entgelt übernehmen. Wir Heckstädter könnten ohne diesen „Gemeinschaftsgeist“ nicht existieren, da für uns nicht der individuelle Nutzen, sondern der Nutzen der Gemeinschaft im Vordergrund steht. Wir freuen uns, dass in Zusammenarbeit mit der Stadt Kronberg die „Ehrenamts-Bank“ einen Platz vor der Trauerhalle in Oberhöchstadt gefunden hat.

Wichtig ist uns zu erwähnen, dass die Bank aus dem Vermächtnis von Frau Waldtraut Bansen an unseren Verein finanziert wurde. Frau Bansen hat ihren Nachlass auf einige kirchliche und gemeinnützige Vereine in Kronberg verteilt, um damit dauerhafte Maßnahmen zu fördern. Wir danken Frau Bansen dafür.

Restaurierung des Kapellchens

 

Mehr als 100 Stunden Freizeit haben Hans-Günther Dinges und Heinrich Eberhard 2012 in die Restaurierung der Kapelle auf dem Oberhöchstädter Friedhof gesteckt. Zunächst haben sie die Kapelle fachgerecht gereinigt und Schäden am Dach, der Einfassung und am Sandstein beseitigt.  Sie fanden einen Dachdecker, der die defekten Schieferschindeln austauschte. Dann ging es an die Maler- und Verputzarbeiten. Die Kapelle erhielt einen neuen Außenanstrich und der Innenraum wurde komplett aufgearbeitet. Hans-Günther Dinges berichtet, dass er auch das Kreuz über dem Eingang neu vergoldet hat und selbst die Schrauben der Eingangstür wurden neu restauriert. Viel Zeit hat die Bemalung des Innenraums in Anspruch genommen. Die bemalte Bordüre schmückt nun den Übergang zwischen steinerner Wandverkleidung und verputzter Wandfläche. Auch die Decke der Kapelle wurde erneuert. Begeistert war auch Werner Schäfer, der sich täglich bis zu seinem Tod um die Kapelle kümmerte. Morgens schloß er diese auf und abends wieder ab. Regelmäßig reinigte er die Kapelle und die angrenzenden Flächen. Er war es auch, der Hans-Günther Dinges und Heinrich Eberhard ansprach, ob sie nicht die Verschönerung der Kapelle übernehmen könnten. Mittlerweile wurde die Kapelle durch eine Spende um eine Gebetsbank und Stühle erweitert.